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Bube, Dame, König, Gras

Dem englischen Filmregisseur Guy Ritchie ist im Jahre 1998 mit ‚Bube, Dame, König, Gras‘ ein knallharter 70er Jahre Krimi gelungen. Nick Moran, Jason Flemyng, Dexter Fletcher und Jason Statham machen hier nebst anderen Filmgrößen den Londoner Untergrund unsicher.

Handlungsverlauf
Der unverbesserliche Kartenspieler Eddy steht kurz davor an dem größten Pokerspiel seines Lebens teilzunehmen. Mit einem Einsatz von 100 000 Pfund, die er mit größter Mühe und der Hilfe seiner Kindheitsfreunde Tom, Baco und Soap zusammengekratzt hat, darf er endlich an der Pokertisch des großen, örtlichen Mafiabosses Harry Hackebeil treten. Eddy hat den Ruf einer der besten Spieler im Umkreis zu sein, aber die Partie entpuppt sich als ein abgekartetes Spiel bei dessen Ausgang er seinem Gegenspieler Hatchet Harry 500 000 Pfund schuldet. Dieser lässt ihm eine Woche Zeit um das Geld aufzutreiben, sonst wird Eddy seine Finger einen nach dem anderen verlieren. Erst scheint einzig Eddys Vater JD mit dem Verkauf seiner Bar einen Ausweg aus dieser Situation zu bieten. Als die vier Freunde jedoch heimlich das Gespräch ihrer Nachbarn belauschen die planen einen Dealer auszurauben, entscheiden die vier sich dazu die Räuber höchstpersönlich von ihrer wertvollen Beute zu erleichtern, und das Gras selbst einzustecken. Sie wissen allerdings nicht dass sie gerade gerade versuchen die Drogen an seinen ursprünglichen Besitzer zurück zu verkaufen. Aus dieser Situation entsteht eine wahnsinnige Kette von Betrügereien aus der sich die meisten der Protagonisten nicht mehr lebend retten können. Nur die vier Jungs kommen heile aus dieser Hölle wieder raus, jedoch völlig pleite: Big Chris der Kopfgeldjäger hat die Beute an sich gerissen.

Trailer:

Hinweis:
Die Bildrechte liegen bei dem Filmvertrieb
UK:
Universal Pictures
PolyGram Filmed Entertainment
US:
Gramercy Pictures, the publisher of the film or the graphic artist.

Cincinnati Kid

Cincinatti Kid gilt bis heute als DAS cineastische Meisterwerk im Genre der Gambler-Filme. In Deutschland wurde der Film im Titel mit dem Zusatz „…und der Pokerkönig“ ausgestrahlt. Damit wollte man hierzulande noch einmal zusätzlich auf das Psychoduell verweisen, das sich die beiden Protagonisten des Films liefern. Die Handlung spielt dabei im New Orleans der frühen dreißiger Jahre.

Regisseur Norman Jewison drehte im Jahre 1965 und besetzte die beiden Hauptrollen mit dem damals schon bekannten, aber mit 35 Jahren immer noch recht jungen Steve McQueen sowie dem bereits in die Jahre gekommenen Edward G. Robinson. Für Robinson war es dann sogar die letzte große Rolle, nur sieben Jahre später sollte er einem Krebsleiden erlegen, aber mit der Verkörperung des eiskalten Pokerchampions Lancey Howard verpasste er sich selbst einen mehr als würdigen Abgang von der Leinwand. Zurecht untermauerte Edward G. Robinson mit dieser Charakter- Darstellung sein Ranking in der Liste von „Hollywoods 50 besten Schauspielern“.

McQueen dagegen stand noch in den Anfängen zu einer großen Karriere. Zwar hatte er sich auch über Hollywoods Grenzen hinaus mit Klassikern wie „Die glorreichen Sieben“ oder „Gesprengte Ketten“ schon sehr viel Achtung eingebracht, doch noch stand er nicht auf der Ruhmesstufe, die er mit „Papillon“ oder „Bullit“ nur wenige Jahre später erklimmen sollte. Zweifelsfrei war die Rolle des ehrlichen und coolen Pokertalents Cincinatti Kid aber der endgültige Durchbruch in der Filmwelt.

In unheimlich dichter Atmosphäre spiegelt der Film dabei die schwierigen Begleitumstände jener Zeit wieder, Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit, Prohibition usw. Alkohol und Glücksspiel finden nur in konspirativem, Rauchgeschwängertem Ambiente von privillegierten Hinterzimmern statt. In dieser Szenerie regiert der erfahrene Lancey Howard (E.G. Robinson) an den Pokertischen Louisianas. Um dessen Dominanz nun endlich zu brechen, organisiert der Promoter Shooter- gespielt von Karl Malden(„Straßen von San Francisco“)- ein Pokerturnier der Extraklasse.
Unter den fast ausnahmslos erfahrenen Kartenhaien macht das Pokernesthäkchen Ed Stoner allerdings mehr als nur Furore und gibt sich relativ unbeeindruckt unter den wesentlich routinierteren Spielern. Seine eiscoole Spielweise beeindruckt Shooter so sehr, dass er versucht Stoner zu kaufen. Stoner, in Anspielung auf seinen Herkunftsort mittlerweile fast nur noch Cincinatti Kid genannt, bleibt aber standhaft und versucht in ehrgeiziger, aufrichtiger Manier das Turnier zu gewinnen. Am Ende kommt es zu einem unausweichlichen Showdown zwischen dem Cincinatti Kid und dem bis dato fehlerfrei agierenden Pokerkönig Lancey Howard.
Norman Jewison hat diesen Klassiker brillant in Szene gesetzt, das Finish am Pokertisch ist an Spannung und Atmosphäre kaum zu überbieten.

Trailer:

Steve McQueen (Darsteller), Edward G. Robinson (Darsteller), Norman Jewison (Regisseur) | Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren

Hinweis: (c) Warner Home Video

All In – Alles oder nichts

Der Film „All In – Alles oder nichts“ ist vom Amerikaner Gil Cates Jr. und wurde im Jahr 2008 in den Niederlanden und in den USA vom bekannten Profiwrestler Steve Austin produziert. Die bekanntesten Schauspieler des Films sind Burt Reynolds, Bret Harrison und Shane Elizabeth, die auch die jeweiligen Hauptrollen spielen.

Der Film wurde im Jahr 2008 in New Orleans gedreht und als Set hat ein Turnier der World Poker Tour gedient. Dieser originalgetreue Aspekt wird sogar noch einmal verstärkt, denn verschiedene Pokerspieler haben Gastauftritte innerhalb des Films.

Die Handlung
Der Film handelt von einem ehemaligen Poker-Profi namens Tommy Vinson (Burt Reynolds), der aus Liebe zu seiner Frau, seine Karriere an den Nagel gehängt hat, da diese nichts von Glücksspielen hält. Bei einem TV-Pokerspiel trifft er dann jedoch auf den Nachwuchsspieler Alex Stillman (Bret Harrison), der es schafft, die Lust aufs Pokerspielen in Tommy wieder zu wecken. Dieser beginnt daraufhin Stillman zu unterrichten und ihm Tipps zu geben, damit dieser sein Spiel verbessern kann. Dazu gehört auch, dass er ihn bei verschiedenen Turnieren einschreibt. Hierfür verwendet er jedoch die Ersparnisse, die er gemeinsam mit seiner Frau angesammelt hat.
Doch auch wenn Alex äußerst begabt in der Mathematik ist, so muss er beim Pokern noch viel über das Bluffen und andere Elemente lernen. Weiterhin bezahlt Tommy ein Callgirl namens Michelle (Shannon Elizabeth), welches Alex mehr Selbstvertrauen geben soll, damit dieser mehr an seine Fähigkeiten glaubt.
Doch beide Geheimnisse werden aufgedeckt und Tommy beginnt sich mit seiner Frau Helen und Alex zu streiten, was schließlich dazu führt, dass beide sich von ihm abwenden.
Der Konflikt mit Alex führt letztendlich dazu, dass Tommy sich noch einmal bei einem Pokerturnier anmeldet, um sich dort mit Alex zu messen.

Trailer:

Rounders

Der im Jahr 1998 gedrehte Film „Rounders“ gilt heute als kontroverses Meisterwerk im Bereich Glückspiel im Film. Der 121 Minuten lange Spielfilm von John Dahl („Joyride – Spritztour“) mit Matt Damon („Good Will Hunting“) und Edward Norton („American History X“ handelt von Pokerspielern und ihrem Hang zum Sieg. In den weiteren Rollen finden sich auch John Malkovich („Being John Malkovich“) sowie auch John Torturro („Mr. Deeds) wieder.

Handlung:
Mike McDermott (Matt Damon) ist nicht nur Jurastudent sondern auch ein begeisterter und begnadeter Pokerspieler. Durch sein Talent, dass er die Mimik seiner Gegenspieler perfekt lesen kann, ist es McDermott sogar möglich, dass er sogar erfahrene Spieler ohne Probleme besiegen kann. Doch McDermott hat mit dem Pokern aufgehört. Schuld dafür war die Liebe. Doch sein alter Freund Worm (Edward Norton) ist der Grund, weshalb er wieder zu Pokern beginnt. Denn nachdem Worm aus dem Gefängnis entlassen wurde, braucht er McDermott. Nicht, weil er ihm zur Seite steht, sondern weil Worm noch immer Spielschulden hat, die McDermott für ihn begleichen soll.

Aber Mike weiß nicht, auf welche Gegenspieler er sich eingelassen hat. Denn Worm hat sich mit dem russischen KGB angelegt. Als Worm noch dabei erwischt wird, als dieser falsch spielt, finden sich beide – fast tot geprügelt – auf der Straße wieder. Beide wissen, dass sie eine Menge Feinde dazugewonnen haben, welche nur eine Sache wollen: Entweder das Geld oder die beiden tot.

Trailer:

Shade (Heißes Spiel in Las Vegas)

Mit einem Spiel zum großen Geld – in „Shade“, einem Film des amerikanischen Regisseurs Damian Nieman aus dem Jahr 2003 spielen Gabriel Byrne, Stuart Townsend und Thandie Newton drei Kleinganoven, die bei einem Pokerspiel in Los Angeles richtig abräumen wollen. Gegen sie tritt Sylvester Stallone in der Rolle einer wahren Poker-Legende an. In Deutschland ist der Film auch unter dem Alternativtitel „Heißes Spiel in Las Vegas“ bekannt.

Worum es geht in dem Film Shade:

Vernon (gespielt von Stuart Townsend) ist ein „Mechaniker“. So werden Spieler genannt, die Karten zinken, von unten geben und ihre Mitspieler manipulieren können. Zusammen mit dem Trickser Charlie Miller (Gabriel Byrne) und Tiffany (Thandie Newton) will er sich bei einer großen Pokerrunde einkaufen, bei dem es um 2 Millionen Dollar Gewinn gehen soll. Außerdem hofft Vernon, seine Fähigkeiten gegen den besten Schummler aller Zeiten – Dean Stevens (Sylvester Stallon) – unter Beweis stellen zu können und ihn zu besiegen.
Allerdings braucht das Trio dafür zunächst ein Startkapital. Dafür nehmen die Drei den großmäuligen Jungspieler Larry Jennkins (Jamie Foxx) aus und erleichtern ihn bei einem fingierten Spielchen um knapp 80.000 Dollar. Zu diesem Zeitpunkt wissen sie allerdings noch nicht, dass Jennkins für den Mafiaboss Malini (gespielt von Patrick Bauchau) gearbeitet hat. Dessen Schläger tauchen nun bei Charlie und Vernon auf und wollen das verlorene Geld zurückholen – und dabei gleich alle Zeugen beseitigen. Vernon, Charlie und Tiffany können gerade noch so entkommen, als schon das nächste Problem vor der Tür steht. Ein korrupter Bulle namens Scarne (Bo Hopkins) legt dem Trio die Daumenschrauben an und will seine Anteil an ihren Schummelein haben. Ein Grund mehr für Vernon, an dem großen Poker-Spiel teilzunehmen. Als Vernon und seine Kollegen allerdings erfahren, dass bei der Partie nicht nur die Legende Dean Stevens, sondern auch Mafiaboss Malini anwesend ist, droht die Situation zu eskalieren. Vernon muss alles geben, um den Besten der Besten zu besiegen und seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen.

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